Islamunterricht

Bunte Buchstaben bilden den Begriff Islam Unterricht auf einer Schultafel

30 Nov Islamunterricht

EINE NOTWENDIGE BEGEGNUNG VON TRADITION UND MODERNE

 
Der Islamische Religionsunterricht (IRU) ist eine unentbehrliche Begegnungsstätte von Tradition und Moderne. Religiöse Bildung gehört zu den ältesten gesellschaftlichen Praxisfeldern. Sprichwörtlich seit Menschendenken glauben die Menschen; seit Adam und Eva verleiht Religion ihrem Leben Sinn und Bedeutung. Auch in der Postmoderne bietet Religion Orientierung für ein humaneres Denken und Handeln. Junge Menschen können mit dem IRU ihren religiösen Wurzeln begegnen und diese selbstständig und individuell in ihren persönlichen Alltag übersetzen. Folglich ist der IRU ein Teil der Allgemeinbildung. Er befähigt junge Menschen, sich im Angesicht ihres Glaubens frei zu entfalten und dabei soziale Verantwortung zu übernehmen.

Im IRU geht es um eine religiöse Persönlichkeitsentwicklung, die wiederum erst durch die Entwicklung von Kompetenzen verwirklicht werden kann. Spätestens seit der PISA-Studie weiß man, dass ein bloßes Abfragen von Inhalten nicht zielführend ist. Inhalte sind nach einer gewissen Zeit vergessen. Eine nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung ist jedoch nur dann möglich, wenn Inhalte zu Wissen reifen können und dieses Wissen schließlich in Können übersetzt wird – oder, mit anderen Worten, durch einen kompetenzorientierten Unterricht. Religionsunterricht muss kompetenzorientiert unterrichtet werden.

In diesem Sinne sollte der IRU flächendeckend in den Schulen erteilt werden. Er ist dem schulischem Bildungsauftrag unterstellt, hat aber eine Sonderstellung; zum einen wegen seiner Bekenntnisorientierung und zum anderen, weil es sich beim Religionsunterricht um das einzige Schulfach handelt, das unter dem Schutz des Grundgesetzes steht.

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